Aktuelles

Kultur und Bildung brauchen kein TTIP!

BKJ-Positionen zum Transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP)

Die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) hat anlässlich des Aktionstags gegen TTIP, CETA & Co am 21. Mai 2015 ihre Positionen zu den aktuellen Verhandlungen unter dem Titel „Kultur und Bildung brauchen kein TTIP! Gefahr für Teilhabegerechtigkeit und Chancengleichheit für Kinder und Jugendliche“ veröffentlicht. Darin warnt der Verband vor den Folgen einer zunehmenden Ökonomisierung von Kultur und Bildung für Kinder und Jugendliche.

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Fachtag zu Bündnissen für Bildung in Sachsen - ein Rückblick

Nach dem Fachtag am 17. April in der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig zieht die LKJ Sachsen e.V. eine positive Bilanz. Eine Zusammenfassung der Tagungsmaterialien einschließlich einer Zwischenbilanz der LKJ, Fotoimpressionen vom Tag und einem Beitrag von Radio Mephisto finden Sie hier.

 


Fachtagung am 17. April in Leipzig: Das Bundesprogramm „KULTUR MACHT STARK - BÜNDNISSE FÜR BILDUNG“

Mit 230 Mio. Euro fördert das BMBF das bis 2017 ausgelegte Programm "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung". Kultur-, Jugend- und Sozialeinrichtungen können gemeinsam mit formalen Bildungseinrichtungen (Kita, Schulen) und anderen Trägern bei 34 Bundesverbänden Anträge für Projektbündnisse stellen, um bildungsbenachteiligten Kindern und Jugendlichen Zugänge zu kultureller Bildung zu ermöglichen. In Sachsen arbeiten über 200 solcher Bündnisse. Als Dachverband der kulturellen Bildung in Sachsen wollen wir wissen: Welche Projekte werden umgesetzt? Wie gelingt es, bildungsbenachteiligte Zielgruppen zu erreichen? Welche Erfahrungen machen die Projektbündnisse dabei? Wo wird Änderungs-/Handlungsbedarfangezeigt? Wie nachhaltig sind diese Projekte angelegt?

Ziel der Tagung ist es, nach zwei Jahren Laufzeit eine erste Zwischenbilanz zu ziehen, Erfahrungsaustausch und Erfahrungstransfer der Projektbeteiligten zu ermöglichen und gemeinsam Überlegungen zur Weiterführung der Programmidee nach 2017 langfristig und interdisziplinär anzustellen.

Weitere Informationen im Tagungsflyer

Zur Anmeldung hier


Verantwortung wahrnehmen

Dieses neue Jahr, das inzwischen schon ziemlich ins Laufen gekommen ist, macht uns wohl alle atemlos in Anbetracht der Geschehnisse in Dresden, Leipzig und andernorts im Land. Was ist geschehen? Was haben wir überhört, übersehen, ignoriert? Was so viele Menschen auf die Straße treibt, kann kaum auf der Straße eine Antwort finden.

Als in der Jugend-, Kultur- und Bildungsarbeit Tätige gehören Respekt und Akzeptanz zur Grundlage unseres Umgangs mit Kindern und Jugendlichen, mögen sie auch noch so „besonders“ sein. Wir fördern Inklusion und arbeiten mit an einer bunten, vielfältigen und toleranten Gesellschaft. An Grundprinzipien und –werten  lassen wir nicht rütteln: die Würde des Menschen ist unantastbar, und wer schwach ist und Hilfe braucht, dem wird sie gewährt. Rassismus hat keine Chance. Aber immer und überall muss es möglich sein,  unterschiedliche Meinungen offen auszusprechen, um dann gemeinsam darüber zu reden.  Wir brauchen eine Offenheit, einen gegenseitigen Respekt auch für Meinungen, die man nicht teilt, und eine Gesprächskultur auf Augenhöhe.

Kulturelle Bildung als unser Arbeitsfeld kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Sie stärkt das Selbstwertgefühl, befördert die Entwicklung einer eigenen kulturellen Identität und verfügt über enorme Potenziale für die Entwicklung von Strategien der sozialen Inklusion und der kulturellen Vielfalt. Wer in der kulturellen Bildung Partizipation erlebt und erprobt hat, trägt diese Erfahrungen in andere Gesellschaftsbereiche hinein. Kulturelle Bildungsarbeit fordert heraus zur eigenen Positionierung und fördert die Offenheit für Neues und Fremdes.

Deshalb ist es gut, im Koalitionsvertrag der neuen Landesregierung zu lesen: „Die kulturelle Freiheit, ihre demokratische Gestaltungsmöglichkeit und die Zugänglichkeit zur Kultur für alle Menschen sind für die Koalitionspartner auch in Zeiten des demografischen Wandels schützenswert. Die Koalitionspartner stehen für eine Kultur der Anerkennung und des Respekts und treten für die Förderung von Interkulturalität ein.“

In diesem Sinne: Wir haben eine gemeinsame Verantwortung. Nehmen wir sie wahr.

Dr. Christine Range, Geschäftsführerin der LKJ Sachsen e.V.